Kirchensanierung Westhausen

Der Kirchengemeinderat v.l. Alois Feldmeyer, Brigitta Wigger, Margit Hutter und Xaver Starz vor dem eingerüsteten Kirchturm

Renovierung der St. Mauritius-Kirche geht in den Endspurt

Insgesamt investiert die Kirchengemeinde 1,4 Millionen Euro in die umfangreiche Baumaßnahme

Westhausen (mab) – 2018 lag die erste Kostenberechnung des beauftragten Architekturbüros, zur Renovierung der St. Mauritius-Kirche, vor. Die Sanierung des Kirchendaches, des Glockenturms und der Fassade sollten 1,4 Millionen Euro kosten. Ein Aufschieben der Baumaßnahme war aufgrund der sichtbaren Deckensenkung im Kircheninneren nicht möglich.

Die Generalsanierung des Kindergartens St. Martin in Westhausen gehörte zu einer der größten Baumaßnahmen der katholischen Kirchengemeinde Westhausen. Im Oktober 2018 wurde der Kindergarten feierlich Wiedereröffnet. Vier Millionen Euro hatten die Gemeinde und die Kirchengemeinde zusammen in dieses Projekt investiert. Damit war ein Großprojekt erfolgreich abgeschlossen – dachten sich zumindest die Verantwortlichen im Kirchengemeinderat. Einige Monate später, bemerkten die Mesner der St. Mauritius-Kirche in Westhausen, dass etwas mit dem Deckengewölbe der Kirche nicht stimmte. „Sie haben eine Deckensenkung bemerkt, sowie viele, kleinere Risse an Wänden und der Decke. Vorsichtshalber haben wir einen Statiker zu Rate gezogen“, erzählt Xaver Starz, der für die Finanzen der Kirchengemeinde zuständig ist. Das Ergebnis war alarmierend. „Der Statiker hat uns sogar zur Schließung der Kirche geraten“, so Starz. Was ist passiert? Der Dachstuhl der Kirche drohte einzustürzen. Teile des Dachstuhlgebälks waren schon sehr marode und morsch. Zudem drückte der Dachstuhl die Mauer, auf dem er gelagert war, nach außen. Die ganze Statik drohte zusammenzubrechen. Eine sofortige Renovierung, um größere Schäden und die Gefahr für die Kirchgänger abzuwenden, war dringend nötig. Die Diözese Rottenburg-Stuttgart reagierte schnell und umsichtig und steuerte einen Großteil des Investitionsvolumens von 1,4 Millionen Euro bei. Weit über eine halbe Million Euro musste die kleine Kirchengemeinde aber aus Eigenmitteln noch selbst aufbringen. „Ein Kraftakt ohnegleichen“, meint auch die Vorsitzende des Kirchengemeinderates, Margit Hutter. Aus einer zuerst vermuteten Zimmererarbeit wurde am Ende eine Großbaustelle, inklusive Steinmetzarbeiten und Auflagen der Landesdenkmalpflege. Mesnerin Brigitta Wigger steigt jeden Tag die zahlreichen Treppen hinauf auf den Dachstuhl, um den Baufortschritt im Auge zu behalten. „Ich bin froh, dass so schnell reagiert wurde. Der Zustand war schon besorgniserregend. Jetzt, viele Monate später, sieht man das Ergebnis der erfolgreichen Sanierung und ist selbst beruhigt“, sagt Wigger. Zur Sanierung vorgesehen, war auch der Kirchturm, nachdem sich dort auch Risse bemerkbar gemacht haben. „Glücklicherweise können wir hier aber Entwarnung geben. Die Risse sind ganz normale Alterserscheinungen“, sagt der stellvertretende Kirchengemeinderatsvorsitzende, Alois Feldmeyer. Der Kirchturm gehört zum letzten Bauabschnitt, an dem gearbeitet wird. Wenn alles nach Plan läuft, könnten die Arbeiten bereits in diesem Jahr abgeschlossen werden, spätestens aber im Frühjahr 2021.

Da Coronabedingt viele geplante Benefizveranstaltungen ausgefallen sind, bittet die Kirchengemeinde die Bürgerinnen und Bürger von Westhausen, um Unterstützung der Kirchensanierung in Form einer Spende. Bankverbindung: Raiba Westhausen, IBAN: DE44600695440000222003, Betreff: Spende Kirchendach St. Mauritius 

 

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